10.09.2019 10:48

Langsamer, empathischer, liebevoller

Ja – langsamer leben, empathischer wahrnehmen, liebevoller handeln. Das hört sich gut an. Ich liege im schattigen Garten eines norddeutschen Dorfes, irgendwo weitab und lese mit einem hoffnungsvollen Grundgefühl einen Artikel über den Zustand des Planeten Erde und wie wir ihn verbessern können. Aus der Entspannung heraus betrachtet offenbart die Welt ohnehin immer Lösungen, die sich im Alltag versteckt halten. Da sind sie wieder - die guten Ideen, die erweiterten Horizonte. Doch wie schnell diese – im Alltag wieder angekommen – wieder entschwinden wollen. Zweifel kommen auf. Hoffnungsfunken werden blasser. Der Alltag konfrontiert mit Hindernissen und Herausforderungen, manchmal tiefgreifend oder manchmal auch ganz banal.

Es ist schon eine Weile her, als ich in meiner üblichen Fahrweise (eher ruhig, unsportlich, gemütlich) die Dreisam flussaufwärts radle. Hinter mir spüre ich Unruhe und schon höre ich, wie der ältere Herr mir beim Überholen in breitem Dialekt etwas zuraunt wie „Aber nur nicht gleich einschlafen“. Mmh. Was soll ich da sagen? Ich erschrecke kurz, bin dann wirklich genervt und der Vorfall beschäftigt mich. Wer ist dieser Mann, dass er mir sein Tempo aufdrücken will? Spinnt der? Wie kann er nur? Ein wahrer Sturm an Urteilen über Menschen „wie er“ will sich in mir breitmachen. Ich bin sicher, dass es „diese Energie“ ist, die den Planeten bedroht, zerstört. Ich schalte auf „Profimodus“ um und der sagt mir, dass dieser Mann massiv „unter Strom“ steht. Er fühlt sich gestört von Muße, von Gemütlichkeit, von Ruhe, hält die Langsamkeit nicht aus, wird aggressiv und greift auf ungute Weise in meine Sphäre ein. Puuh. Das ist heftig. Das nervt, aber ich möchte dieses ungute Gefühl in mir nicht weiter aufschaukeln.

Ich versuche, innerlich Abstand zu gewinnen. Und dann kommt auch schon der entlastende Gedanke: Ja – das kenne ich doch auch! Wenn ich im Stress bin, stört mich auch schon mal die Fliege an der Wand. Es gibt da aber zum Glück einen Unterschied. Ich habe gelernt, diesen Mechanismus zu erkennen und kann den Hebel wieder umlegen. Dankbarkeit. Und da ist sie auch wieder – die Hoffnung! Könnte es – bei allem Realismus – vielleicht doch möglich sein, dass immer mehr Menschen erkennen, wie ihr eigenes Verhalten Einfluss hat auf den Zustand des Planeten, auf die Bewohner*innen, die Natur, auf alles was lebt? Eine schöne Vorstellung: Wir ermutigen einander, das Beste in uns zu entfalten und zum Ausdruck zu bringen. Niemand muss mehr Angst haben, anders zu sein als die Masse, sich falsch zu verhalten oder nicht zu genügen. Denn jede bunte Facette des Lebens ist willkommen und bereichert das Leben von uns allen!

Der Slogan „langsamer, empathischer, liebevoller“ ist für mich eine nachhaltig motivierende Erinnerung an diesen Sommer 2019. Ein Synonym für das lebendige, heilsame Miteinander von Mensch und Natur. Für unsere Fähigkeit zu hoffen, auch wenn etwas ausweglos erscheint. Für unsere Bereitschaft zu handeln und unser Bestes zu geben. Zum Wohle ALLER.

Gesundheitskultur

Nach Tags filtern: langsamkeitempathieglückklangreiselangsamkeitresonanzsalutogeneseschmerzenstressstressbewältigung

Langsamer, empathischer, liebevoller …

Langsamer, empathischer, liebevoller …

Ja – langsamer leben, empathischer wahrnehmen, liebevoller handeln. Das hört sich gut an. Ich liege im schattigen Garten eines norddeutschen Dorfes, irgendwo weitab und lese mit einem hoffnungsvollen Grundgefühl einen Artikel über den Zustand des Planeten Erde und wie wir ihn verbessern können. Aus der Entspannung heraus betrachtet offenbart die Welt ohnehin immer Lösungen, die sich im Alltag versteckt halten. Da sind sie wieder - die guten Ideen, die erweiterten Horizonte. Doch wie schnell diese – im Alltag wieder angekommen – wieder entschwinden wollen. Zweifel kommen auf. Hoffnungsfunken werden blasser. Der Alltag konfrontiert mit Hindernissen und Herausforderungen, manchmal tiefgreifend oder manchmal auch ganz banal.

[In der Blog-Übersicht wird hier ein Weiterlesen-Link angezeigt]

Es ist schon eine Weile her, als ich in meiner üblichen Fahrweise (eher ruhig, unsportlich, gemütlich) die Dreisam flussaufwärts radle. Hinter mir spüre ich Unruhe und schon höre ich, wie der ältere Herr mir beim Überholen in breitem Dialekt etwas zuraunt wie „Aber nur nicht gleich einschlafen“. Mmh. Was soll ich da sagen? Ich erschrecke kurz, bin dann wirklich genervt und der Vorfall beschäftigt mich. Wer ist dieser Mann, dass er mir sein Tempo aufdrücken will? Spinnt der? Wie kann er nur? Ein wahrer Sturm an Urteilen über Menschen „wie er“ will sich in mir breitmachen. Ich bin sicher, dass es „diese Energie“ ist, die den Planeten bedroht, zerstört. Ich schalte auf „Profimodus“ um und der sagt mir, dass dieser Mann massiv „unter Strom“ steht. Er fühlt sich gestört von Muße, von Gemütlichkeit, von Ruhe, hält die Langsamkeit nicht aus, wird aggressiv und greift auf ungute Weise in meine Sphäre ein. Puuh. Das ist heftig. Das nervt, aber ich möchte dieses ungute Gefühl in mir nicht weiter aufschaukeln.

Ich versuche, innerlich Abstand zu gewinnen. Und dann kommt auch schon der entlastende Gedanke: Ja – das kenne ich doch auch! Wenn ich im Stress bin, stört mich auch schon mal die Fliege an der Wand. Es gibt da aber zum Glück einen Unterschied. Ich habe gelernt, diesen Mechanismus zu erkennen und kann den Hebel wieder umlegen. Dankbarkeit. Und da ist sie auch wieder – die Hoffnung! Könnte es – bei allem Realismus – vielleicht doch möglich sein, dass immer mehr Menschen erkennen, wie ihr eigenes Verhalten Einfluss hat auf den Zustand des Planeten, auf die Bewohner*innen, die Natur, auf alles was lebt? Eine schöne Vorstellung: Wir ermutigen einander, das Beste in uns zu entfalten und zum Ausdruck zu bringen. Niemand muss mehr Angst haben, anders zu sein als die Masse, sich falsch zu verhalten oder nicht zu genügen. Denn jede bunte Facette des Lebens ist willkommen und bereichert das Leben von uns allen!

[In der Blog-Übersicht wird hier ein Weiterlesen-Link angezeigt]

Der Slogan „langsamer, empathischer, liebevoller“ ist für mich eine nachhaltig motivierende Erinnerung an diesen Sommer 2019. Ein Synonym für das lebendige, heilsame Miteinander von Mensch und Natur. Für unsere Fähigkeit zu hoffen, auch wenn etwas ausweglos erscheint. Für unsere Bereitschaft zu handeln und unser Bestes zu geben. Zum Wohle ALLER.

Tags: langsamkeit

Langsamer, empathischer, liebevoller

Ja – langsamer leben, empathischer wahrnehmen, liebevoller handeln. Das hört sich gut an. Ich liege im schattigen Garten eines norddeutschen Dorfes, irgendwo weitab und lese mit einem hoffnungsvollen Grundgefühl einen Artikel über den Zustand des Planeten Erde und wie wir ihn verbessern können. Aus der Entspannung heraus betrachtet offenbart die Welt ohnehin immer Lösungen, die sich im Alltag versteckt halten. Da sind sie wieder - die guten Ideen, die erweiterten Horizonte. Doch wie schnell diese – im Alltag wieder angekommen – wieder entschwinden wollen. Zweifel kommen auf. Hoffnungsfunken werden blasser. Der Alltag konfrontiert mit Hindernissen und Herausforderungen, manchmal tiefgreifend oder manchmal auch ganz banal.

Es ist schon eine Weile her, als ich in meiner üblichen Fahrweise (eher ruhig, unsportlich, gemütlich) die Dreisam flussaufwärts radle. Hinter mir spüre ich Unruhe und schon höre ich, wie der ältere Herr mir beim Überholen in breitem Dialekt etwas zuraunt wie „Aber nur nicht gleich einschlafen“. Mmh. Was soll ich da sagen? Ich erschrecke kurz, bin dann wirklich genervt und der Vorfall beschäftigt mich. Wer ist dieser Mann, dass er mir sein Tempo aufdrücken will? Spinnt der? Wie kann er nur? Ein wahrer Sturm an Urteilen über Menschen „wie er“ will sich in mir breitmachen. Ich bin sicher, dass es „diese Energie“ ist, die den Planeten bedroht, zerstört. Ich schalte auf „Profimodus“ um und der sagt mir, dass dieser Mann massiv „unter Strom“ steht. Er fühlt sich gestört von Muße, von Gemütlichkeit, von Ruhe, hält die Langsamkeit nicht aus, wird aggressiv und greift auf ungute Weise in meine Sphäre ein. Puuh. Das ist heftig. Das nervt, aber ich möchte dieses ungute Gefühl in mir nicht weiter aufschaukeln.

Ich versuche, innerlich Abstand zu gewinnen. Und dann kommt auch schon der entlastende Gedanke: Ja – das kenne ich doch auch! Wenn ich im Stress bin, stört mich auch schon mal die Fliege an der Wand. Es gibt da aber zum Glück einen Unterschied. Ich habe gelernt, diesen Mechanismus zu erkennen und kann den Hebel wieder umlegen. Dankbarkeit. Und da ist sie auch wieder – die Hoffnung! Könnte es – bei allem Realismus – vielleicht doch möglich sein, dass immer mehr Menschen erkennen, wie ihr eigenes Verhalten Einfluss hat auf den Zustand des Planeten, auf die Bewohner*innen, die Natur, auf alles was lebt? Eine schöne Vorstellung: Wir ermutigen einander, das Beste in uns zu entfalten und zum Ausdruck zu bringen. Niemand muss mehr Angst haben, anders zu sein als die Masse, sich falsch zu verhalten oder nicht zu genügen. Denn jede bunte Facette des Lebens ist willkommen und bereichert das Leben von uns allen!

Der Slogan „langsamer, empathischer, liebevoller“ ist für mich eine nachhaltig motivierende Erinnerung an diesen Sommer 2019. Ein Synonym für das lebendige, heilsame Miteinander von Mensch und Natur. Für unsere Fähigkeit zu hoffen, auch wenn etwas ausweglos erscheint. Für unsere Bereitschaft zu handeln und unser Bestes zu geben. Zum Wohle ALLER.

Schmerzen

Kürzlich las ich in einem Artikel über Klangtherapie folgendes Zitat vom Dalai Lama: „Schmerz ist unvermeidlich, Leiden ist eine Entscheidung“.  Als jemand, die selbst lange Jahre mit vielen Schmerzen gekämpft hat, sprach mich dieser radikale Satz sofort an. Schmerz ist allgegenwärtig. Gibt es überhaupt einen schmerzfreien Menschen? Vollständig frei von seelischem und/oder körperlichem Schmerz? Ich bezweifle das. Es ist nur interessant zu beobachten, wie unterschiedlich Menschen mit ihrem Schmerz umgehen. Von Ausblenden und Verleugnen bis hin zu extremer Wehleidigkeit, Jammern, Beklagen bei jedem kleinen Kratzer oder vermeintlichem Problem gibt es da die ganze Palette rauf und runter. Aus meiner persönlichen Geschichte habe ich rückblickend gelernt, dass das Zulassen von Schmerz ein wichtiger Wendepunkt auf meinem Lebensweg war. Damals habe ich – ohne es zu der Zeit so benennen zu können - erste Tuchfühlung mit dem Wesen von Achtsamkeit aufgenommen. Der Kampf gegen die Schmerzen (der Kampf gegen Vieles andere auch) begann sich zu wandeln in eine wache Aufmerksamkeit für mich selbst und meinen Körper und so ganz leise veränderte sich meine Beziehung zur Welt, zu den Menschen und meinen Zielen. Das ist bis heute eine spannende Reise mit unendlich vielen reichen Erfahrungen. Schmerz hat die Dominanz verloren, er ist einfach nur noch ein Aspekt in einem großen Reigen an unterschiedlichsten Gefühlen und Empfindungen. Zusammen betrachtet – verbunden - ergibt dieser Reigen Sinn.

Tags: schmerzen

Weltglückstag

Heute ist Weltglückstag. Punktgenau zum Frühlingsanfang soll der Tag daran erinnern, dass Zufriedenheit nicht in erster Linie durch Leistung, Konsum und Geld erreicht wird. Es sind vielmehr die kleinen, häufig so flüchtigen Dinge des Alltags, die uns guttun können – sofern wir sie denn wahrnehmen vor lauter Stress und Zeitdruck. Die meisten von uns erleben sie leider viel zu selten - diese Momente des Innehaltens, des Ankommens bei sich selbst oder die zutiefst wohltuende Erfahrung, sich von jemandem wahrgenommen und wertgeschätzt zu fühlen, die Momente des gelingenden Miteinanders, die stille Freude an der Fülle der Natur oder an einem Lächeln, das uns geschenkt wird … In Zeiten, in denen die schlechten Meldungen aus aller Welt unentwegt auf uns einprasseln, klingt das Streben nach Glück fast unanständig? Mmh … ich denke, dass der innere Frieden und das persönliche Glücksempfinden es erst ermöglichen, für die Probleme unserer Mitmenschen in aller Welt und insgesamt für die globalen Herausforderungen empathisch zu sein …. In diesem Sinne sollten wir vielleicht dem Streben nach Glück und Sinn mehr Bedeutung im Leben beimessen!?

Tags: glück

Heilungspotentiale des Alltags - Resonanz, Berührung, Empathie und Mitgefühl

Meine tiefste Überzeugung ist, dass jede alltägliche Begegnung – im professionellen, privaten und auch öffentlichen Raum – potentiell eine berührende, stimmige und somit heilsame Erfahrung sein kann. Die Qualität unserer Alltagserfahrungen und Begegnungen wird von uns allen in jedem Augenblick gestaltet. Wir senden und empfangen kontinuierlich Informationen über die Körpersprache, über Gesten, Haltung und Mimik, natürlich auch über den Stimmklang und die Sprache. Der Grad unserer bewussten Aufmerksamkeit entscheidet darüber, wessen wir gewahr werden und mit welcher Qualität wir gestaltend in Resonanz gehen.  Ein Lächeln im Vorbeigehen, das ein fremder Mensch uns schenkt, kann gut tun – doch allzu oft erreicht es uns gar nicht. Ein warmer Blick kann signalisieren, dass wir wahrgenommen und gemocht werden, er kann nähren. Doch wenn wir im eigenen Körper und im gegenwärtigen Augenblick nicht verankert sind, kann dieses Signal missverstanden oder übersehen werden. Flüchtige Zartheit wird verdrängt von der Umtriebigkeit des Tages, in dem für achtsame Wahrnehmung keine Zeit zu sein scheint. Doch wenn wir uns selbst nicht spüren, wie können wir anderen dann wirklich authentisch begegnen?

Weiterlesen…

Tags: resonanz

Dem Lebendigen folgen - "Gesundheit" neu denken

Es ist aus meiner Sicht dringend überfällig, dem Wort Gesundheit neues Leben einzuhauchen.  Bei Gesundheit denken wir stets an das schnellstmögliche Ausmerzen einer bestehenden Krankheit, eines Schmerzes oder sonstigem Leid. Im Fokus von Gesundheit steht das Problem, das Symptom, das Leiden. Wir wollen, sollen, müssen es schnell loswerden. Der Wahn vollkommener körperlicher Gesundheit, Schmerzfreiheit und 100%iger Leistungsfähigkeit ist allgegenwärtig und lässt den Menschen wenig Raum, sich auf ganzheitliche Gesundungsprozesse einzulassen. Doch Gesundheit ist weitaus mehr als nur das Fehlen von "offensichtlicher" Krankheit oder Schmerz. Ganz gesund sein heißt ganz leben! In jedem Menschen wirken starke, kreative Kräfte, die zum Ausdruck kommen wollen. Zu "Gesunden" heißt für mich, mit diesen Kräften in Kontakt zu kommen und sich dem Lebensfluss mit allem was ist hinzugeben.... sich auf die Suche zu machen nach den Schätzen des Lebens. Wer mag, kann hier meine Gedanken, persönlichen Gesundungs-Erfahrungen und Entdeckungen lesen.

Weiterlesen…

Tags: salutogenese

Die "Meditative Klangreise" - ein Kurztrip zur Seele

Gerade habe ich die Zimbel zum zweiten Mal an diesem Abend angespielt - das Zeichen dafür, dass unsere Klangreise sich nun dem Ende nähert. In den vergangenen 50 Minuten sind wir eingetaucht in die Welt von Klängen, Schwingungen, eingetaucht in Räume, die sich gar nicht so leicht beschreiben lassen. Was geschieht da eigentlich? Warum empfinden es Menschen so heilsam, so wohltuend und entlastend?

Weiterlesen…

Tags: klangreise

Gestresst, rastlos - gibt es (k) ein Entkommen?

Heute ist so ein Tag. Überall sehe ich Menschen, die unfreundlich dreinblicken, gestresst und genervt wirken. Blicke ich gerade in einen Spiegel? Es gibt sie – Tage wie diesen,

Weiterlesen…